Zum 80. Jubiläum unterstützt MÜHLE gemeinsam mit World Vision, die Wiederbegrünung in Uganda. Ein Gespräch mit Andreas Müller über persönliche Verantwortung, weshalb Vertrauen und Langfristigkeit die wirksamste Hilfe sind und warum es jetzt auf jeden Beitrag ankommt – auch in unserem aktuellen Gewinnspiel.

„Wurzeln für morgen“

Andreas, warum dieses Spendenprojekt – und warum gerade jetzt?

Ein Jubiläum ist ein guter Moment, nach vorn zu schauen. Uns war wichtig, etwas zu unterstützen, das über den Tag hinaus wirkt. Mit World Vision verbindet uns als Familie seit vielen Jahren eine persönliche Beziehung. Über Kinderpatenschaften haben wir erlebt, wie ganzheitlich dort gearbeitet wird: Ernährung und Wasser, aber auch Bildung, Gesundheit und die Stärkung der ganzen Gemeinschaft. Das hat uns überzeugt.

Worin besteht das Projekt in Uganda?

Es geht um Wiederbegrünung in großem Maßstab: über zwei Millionen Hektar Land. Das Besondere ist der FMNR-Ansatz, also Farmer Managed Natural Regeneration. Statt Bäume teuer zu pflanzen, nutzt man vorhandene, oft unsichtbare Wurzelreste gerodeter Bäume. Diese werden freigelegt, geschützt und gezielt beschnitten, damit sie wieder austreiben. So entstehen aus dem eigenen Boden heraus neue, robuste Bäume – schneller, günstiger und mit hoher Akzeptanz in den Dörfern.

Warum ist das gerade in Uganda so dringlich?

Weil Klimawandel und Entwaldung dort massiv spürbar sind: Böden sind degradiert, Dürren und Überschwemmungen nehmen zu, Ernten brechen ein. Ohne Bäume gibt es keinen Humus, kein Wasser, keine stabile Landwirtschaft. Wiederbegrünung ist deshalb ein riesiger Hebel – ökologisch und sozial.

Der World Vision Experte Augustine Baremba zeigt Kleinbäuerinnen wie man nachwachsende Bäume so beschneidet, dass sie möglichst schnell wachsen.

Du sprichst vom „ganzheitlichen“ Ansatz. Was meinst du damit?

Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert nur, wenn die Voraussetzungen stimmen: fruchtbare Böden, Zugang zu Wasser, medizinische Versorgung, Schule für die Kinder. FMNR setzt genau da an: Wenn die Umwelt sich erholt, steigen die Erträge, Konflikte um knappe Ressourcen nehmen ab, Familien gewinnen Perspektiven. Das verändert eine Region nachhaltig.

Wie ist MÜHLE konkret beteiligt?

Zum Jubiläum haben wir eine gemeinsame Spendenaktion gestartet – mit einer Projektseite bei World Vision und der Möglichkeit, im MÜHLE-Onlineshop beim Einkauf zu spenden. Alles, was über diese Kanäle zusammenkommt, fließt zu 100 % ins Projekt. Unser Spendenziel liegt bei 10,000 Euro, aktuell haben wir gut 60 Prozent dieses Ziels erreicht. Das heißt, in den kommenden Wochen zählt wirklich jeder noch so kleine Beitrag! Aktuell machen wir auch ein tolles Gewinnspiel zur Aktion.

Nassali freut sich über das Gemüse vom Feld Ihrer Eltern. Im Rahmen von Schulungen pflanzen Landwirte mehr Gemüsesorten an, wodurch die Mahlzeiten der Familien abwechslungs- und nährstoffreicher werden.
An einem World Vision Projekt teilnehmende Kleinbauern bei der Mais-Ernte.

Warum kein lokales Projekt im Erzgebirge?

Auch da engagieren wir uns weiterhin – etwa für Hospizarbeit, für regionale Vereine und Initiativen, für Kultur und Sport. Darüber hinaus unterstützen wir seit Jahren „Ärzte ohne Grenzen“ und „Brot für die Welt“. In diesem Fall war die familiäre Verbindung zu World Vision ausschlaggebend. Wir kennen die Arbeit seit den 1990ern, wir wissen, wie transparent sie ist und wir sehen, dass Wiederbegrünung in Afrika aktuell eine der wirksamsten Antworten auf die Folgen des Klimawandels und die daraus entstehenden sozialen Herausforderungen ist.

Was hat dich bei der Zusammenarbeit mit World Vision persönlich am meisten bewegt?

Zu sehen, wie schnell sich Lebensrealitäten ändern, wenn die Umwelt wieder trägt. Geschichten wie die von Familien, die früher auf Lebensmittelrationen angewiesen waren und heute selbst anbauen, sind unglaublich motivierend. Es zeigt, was möglich ist, wenn man ökologische und soziale Fragen zusammen denkt.

Dein Vater hat einmal gesagt: „Menschen wertzuschätzen gehört zum Unternehmertum dazu.“ Gilt das auch hier?

Diese Haltung hat uns geprägt. Wertschätzung heißt für mich: hinsehen, zuhören, Verantwortung übernehmen – im Kleinen wie im Großen. Wenn wir als Unternehmen etwas beitragen können, das nachweislich wirkt und Menschen langfristig stärkt, dann sollten wir es tun.

Wie können unsere Leserinnen und Leser unterstützen?

Am einfachsten indem sie über die Projektseite von World Vision spenden, oder beim nächsten Einkauf in unserem Onlineshop eine Spende hinzufügen. Wie gesagt: Jeder Beitrag hilft. Und: weitersagen! Aufmerksamkeit ist in solchen Projekten ein echter Multiplikator.

Mitmachen, spenden & gewinnen!

Gerade jetzt zum Jahresende möchten wir unser Engagement für das Wiederbegrünungsprojekt in Uganda gemeinsam mit Ihnen stärken. Sie spenden – wir verdoppeln: Jede Spende bis zum 31. Dezember 2025 entfaltet doppelte Wirkung und nimmt zugleich automatisch an unserem Jubiläums-Gewinnspiel teil.

Zu gewinnen gibt es ein weltweit einmaliges Unikat aus unserer Manufaktur: ein handgefertigtes PURIST Rasierset aus seltener Ulmenmaser.

Wie Sie teilnehmen können und alle weiteren Details finden Sie hier.

Dank steigender Einkommen können Kinder wie Kezia und ihr drei Freunde endlich regelmäßg zur Schule gehen und eine Ausbildung abschließen.